„Ich bin Malala" - Die Friedensnobelpreisträgerin 2014 und ihr Buch

Ein junges Mädchen setzt sich mit Mut und Stärke für die Kinderrechte ein. Schon als Kind trat Malala für das Recht auf Bildung ein und machte sich damit nicht nur Freunde. Eher im Gegenteil, vielmehr wurden die Taliban auf sie aufmerksam und haben versucht sie zu töten.

Sehr viele Menschen weltweit kennen dieses Mädchen seitdem, welches den Taliban getrotzt hat und dafür beinahe mit dem Leben bezahlte. Es war der 9. Oktober 2012, als zwei Extremisten den weißen Toyota anhielten, in dem Malala mit den beiden Mädchen aus ihrer Schule saß. Die beiden Talibankämpfer fragten nach Malala, doch keiner sagte etwas. Die Mädchen sahen die Eindringlinge nur an.  Da nahm einer der Talibankämpfer seine Waffe und schoss ihr in den Kopf. So hat Malala dieses grauenhafte Erlebnis selber geschildert. Dieses Erlebnis hat die  Welt erschüttert. Die ausgebildete Mittelklasse in Pakistan hat schneller reagiert, als es die Regierung getan hat, diese zeigte sich unentschlossen. Aber dann haben sich doch die Vertreter der Regierung und auch die Militärs an Malala’s Krankenbett begeben. Malala ist so auf tragische Weise Pakistans berühmteste Landestochter geworden.

Heute findet man überall auf der ganzen Welt junge Künstlerinnen und Künstler, die diesen Teenager verehren. Das aber schon lange vor der Bekanntgabe des diesjährigen Friedensnobelpreises. Sehr viele Musiker haben sich schon von der Geschichte dieses Mädchens inspirieren lassen und haben Lieder darüber geschrieben. Das sind Lieder über Malala Yousafzai, ein Kind, das sich schon mit 11 Jahren nicht das Recht zur Bildung nehmen lassen wollte. Die Taliban (übersetzt: Studenten) haben gedacht, dass sie dieses Mädchen zum Schweigen bringen würden, sie wollten ihre Ziele zerstören. Das Einzige, was bei diesem jungen Mädchen gestorben ist, waren die Angst, die Schwäche und die Hoffnungslosigkeit. Durch ihre Erlebnisse wurden aber eine unbändige Kraft, Stärke und Mut geboren. Das vermittelt sie in ihrem Buch „Ich bin Malala". Sie hat sehr viel verändert, nur eines ist geblieben, die Taliban drohen immer weiter. Auch wenn sie und Buchhändler weiterhin Morddrohungen erhalten und die Taliban Malala immer noch als Angriffsziel ansehen, hegt sie keinen Hass gegen diese Angreifer. Ihre Waffen sind Bücher und Stifte. Wie man an dem Buch erkennen kann, haben diese eine wahrlich weitaus größere Wirkung. Die vermeintlichen Angreifer wurden gefasst.

„Ich bin Malala“ - Ein Buch das man lesen sollte
Dieses Buch ist ein Manifest, das die Rechte von Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt darstellt und es ist nichts Falsches in diesem Buch zu erkennen. Malala beschreibt darin ihre Kultur als etwas Großes und Ehrwürdiges, die man achten sollte und sie bringt diese dem Leser sehr nahe. Ein Buch, für das man dankbar sein sollte. Malala erklärt in diesem Buch, dass sie sich für alle Frauen Unabhängigkeit wünscht, während ihre Kritiker behaupten, dass sie sich nur gegen die Religion wenden würde. Malala möchte aber deutlich machen, dass dem absolut nicht so ist, vielmehr bedeutet es, so Malala, dass diese Frauen und Mädchen einfach nur zur Arbeit gehen wollen oder in die Schule. Sie betont, es stünde nirgendwo im Koran geschrieben, dass eine Frau von einem Mann abhängig sein soll. Malala wortwörtlich: „Der Himmel hat kein Wort geschickt, dass jede Frau auf einen Mann zu hören hat“. Malala ist heute mit 17 Jahren eine junge Frau, der man nur Achtung und Respekt zollen kann.

13.10.14 00:21

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