Die Begegnung am Stand des „Monogramm-Verlages“

Es ist Mittwoch, der 08. Oktober 2014, der erste Besuchstag für die Fachbesucher der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt am Main. Es ist etwa 15.30 Uhr. Meine Frau und ich sind in der schon bekannten Halle 3, Belletristik und mehr. Als wir vor dem Stand des uns noch unbekannten „Monogramm-Verlages“ stehen, ist es zuerst die Schlichtheit, die meine Aufmerksamkeit erregt, wie auch das Design des Standes: Der braune Chesterfield Sessel, über den sich schon hier allein ein Augenblick verweilen ließe, innehaltend und an die lange Tradition dieses Möbelstücks und seine imposante Wirkung erinnernd. Wie könnte man diesen Sessel übersehen, mit seinen typischen Ziernägeln, der klassisch goldene Knopfsteppung und den hohen Armlehnen!? Der gesamte Stand in Braun gehalten, die Lampe in der Ecke, das Tablett mit den Pfeifen darauf – ich fühlte mich sofort an viele Filmszenen erinnert, an ein bestimmtes Ambiente, an eine altehrwürdige Bibliothek, ausgestattet mit einem knisternden Kaminfeuer, draußen ungemütliches Wetter, im Inneren die Wärme des Feuers – ein Ambiente zum Wohlfühlen und zum ungestörten Schmökern und Lesen. Dieses altehrwürdige, hochwertig handgefertigte Sitzmobiliar – eine angenehme, einnehmende Atmosphäre – das Lesevergnügen kann beginnen. Das alles erlebte ich innerhalb von wenigen Augenblicken und während des gesamten Gespräches danach, mit dem Verlagsgründer und –leiter der „Monogramm Verlagsgesellschaft“, so die offizielle Bezeichnung, Michael Steinbauer und einem seiner aktuellen Autoren, Andreas Schnabel.
Schon bei der Begrüßung eine offene, positive Atmosphäre. Neugier auf beiden Seiten. Da der noch relativ frischgebackene Verlagsleiter, mit österreichischem Akzent (Graz), selbst Autor und als Unternehmer in der Autobranche bereits erfolgreich und erfahren, bzw. der erfahrene Autor, ehemals Angestellter von RTL und damit mit allen Wassern der Medienzunft gewaschen. Und hier meine Frau und ich, literaturinteressiert, neugierig, offen für neue Kontakte, interessante Gespräche und anspruchsvolle Bücher. Wir kamen schnell ins Gespräch.
Auf meine Frage hin, wer der „Monogramm Verlag“ sei, da mir dieser bis dahin völlig unbekannt gewesen war, erklärte uns Herr Michael Steinbauer die kurze zweijährige Geschichte des Verlages, die Stationen von seiner Zeit als Unternehmer in der Autobranche, zu seinem ersten Buch und dem nicht mit wenigen Risiken verbundenen Schritt einen eigenen Verlag zu gründen. Innerhalb von zwei Jahren würden bereits fünf Autoren aufgelegt und veröffentlicht, und bereits in einem Jahr sollten es mindestens 25 Autoren sein. Bevor ich mein Erstaunen darüber ausdrücken konnte, hatte er schon die Prozentzahl auf den Lippen „Ein Steigerung um 500%“ und ein Ende sei nicht in Sicht, falls es so weiter gehen sollte. Er hoffe, dass sich dann der Verlag bald auch ökonomisch von selber tragen würde.
Ich wies auf meine bescheidene Erfahrung als Unternehmensberater und Dozent in meiner Arbeit mit Existenzgründern hin und konnte ihm bestätigen, dass dieser Erfolg wahrlich nicht alltäglich für einen Gründer, egal welcher Couleur, sei. Die Person Steinbauer und der „Monogramm Verlag“ begannen mich spätestens jetzt wirklich zu interessieren. Dies sollte nicht anders werden, als wir uns Herrn Andreas Schnabel zuwandten. Seines Zeichens ehemaliger RTL-Redakteur, Produzent und scheinbar ein echter Medienprofi durch und durch. Auch er erzählte offen Persönliches, wie ihn gesundheitliche Probleme zum Umdenken und Umsatteln zwangen und seiner Entscheidung, im Gespräch mit seiner Gattin, sich ganz einer schriftstellerischen Tätigkeit hinzugeben. Viele verschiedene Bücher folgten, insbesondere aus der Reihe der Mallorca-Krimis, die er mitentwickelt hat. Er hat sich bewusst dem neuen, noch jungen Verlag angeschlossen, weil hier die Chance bestünde, ganz anders betreut zu werden, als in einem großen, renommierten Verlag, wo man nur einer von ganz vielen Autoren sei.
Sie beide standen an diesem Tag am Stand des „Monogramm Verlages“ und sie hatten durch dieses offene, persönliche Gespräch nun meine volle Aufmerksamkeit. Wir kamen überein in Kontakt zu bleiben und nach Möglichkeit auch zu kooperieren. Wir vereinbarten, diese mögliche Zusammenarbeit zu Anfang mit zwei Rezensionsexemplaren zu starten, dem Buch „Das Nautilus-Projekt“, dem ersten Buch des Verlagsleiters Michael Steinbauer, und dem Buch „Braune Orchidee“ von Andreas Schnabel. Alles Weitere würde sich daraus ergeben. Es sollte nicht das einzige Gespräch an diesem Nachmittag auf der Buchmesse in Frankfurt bleiben, aber sicherlich für mich das prägendste Gespräch, weil sehr persönlich, sehr offen, sehr angenehm und vielleicht auch ein wenig in die Zukunft weisend.
Nicht weniger überraschend positiv dann schließlich der erste Blick auf der Internetseite des „Monogramm Verlages“. Der erste Blick reichte schon aus: Der Chesterfield Sessel in Braun gehalten, die Lampe in der Ecke, das Tablett mit den Pfeifen darauf, im Hintergrund eine große Bibliothek und der befeuerte Kamin. Hier stimmte einfach alles, selbst das Corporate Design des Messestandes und der Verlagsseite im Internet. Persönlich, angenehm und professionell zugleich, so mein Fazit. Ich freue mich nun auf die beiden Rezensionsexemplare und auf einen möglichen weiteren Kontakt!


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„Ich bin Malala" - Die Friedensnobelpreisträgerin 2014 und ihr Buch

Ein junges Mädchen setzt sich mit Mut und Stärke für die Kinderrechte ein. Schon als Kind trat Malala für das Recht auf Bildung ein und machte sich damit nicht nur Freunde. Eher im Gegenteil, vielmehr wurden die Taliban auf sie aufmerksam und haben versucht sie zu töten.

Sehr viele Menschen weltweit kennen dieses Mädchen seitdem, welches den Taliban getrotzt hat und dafür beinahe mit dem Leben bezahlte. Es war der 9. Oktober 2012, als zwei Extremisten den weißen Toyota anhielten, in dem Malala mit den beiden Mädchen aus ihrer Schule saß. Die beiden Talibankämpfer fragten nach Malala, doch keiner sagte etwas. Die Mädchen sahen die Eindringlinge nur an.  Da nahm einer der Talibankämpfer seine Waffe und schoss ihr in den Kopf. So hat Malala dieses grauenhafte Erlebnis selber geschildert. Dieses Erlebnis hat die  Welt erschüttert. Die ausgebildete Mittelklasse in Pakistan hat schneller reagiert, als es die Regierung getan hat, diese zeigte sich unentschlossen. Aber dann haben sich doch die Vertreter der Regierung und auch die Militärs an Malala’s Krankenbett begeben. Malala ist so auf tragische Weise Pakistans berühmteste Landestochter geworden.

Heute findet man überall auf der ganzen Welt junge Künstlerinnen und Künstler, die diesen Teenager verehren. Das aber schon lange vor der Bekanntgabe des diesjährigen Friedensnobelpreises. Sehr viele Musiker haben sich schon von der Geschichte dieses Mädchens inspirieren lassen und haben Lieder darüber geschrieben. Das sind Lieder über Malala Yousafzai, ein Kind, das sich schon mit 11 Jahren nicht das Recht zur Bildung nehmen lassen wollte. Die Taliban (übersetzt: Studenten) haben gedacht, dass sie dieses Mädchen zum Schweigen bringen würden, sie wollten ihre Ziele zerstören. Das Einzige, was bei diesem jungen Mädchen gestorben ist, waren die Angst, die Schwäche und die Hoffnungslosigkeit. Durch ihre Erlebnisse wurden aber eine unbändige Kraft, Stärke und Mut geboren. Das vermittelt sie in ihrem Buch „Ich bin Malala". Sie hat sehr viel verändert, nur eines ist geblieben, die Taliban drohen immer weiter. Auch wenn sie und Buchhändler weiterhin Morddrohungen erhalten und die Taliban Malala immer noch als Angriffsziel ansehen, hegt sie keinen Hass gegen diese Angreifer. Ihre Waffen sind Bücher und Stifte. Wie man an dem Buch erkennen kann, haben diese eine wahrlich weitaus größere Wirkung. Die vermeintlichen Angreifer wurden gefasst.

„Ich bin Malala“ - Ein Buch das man lesen sollte
Dieses Buch ist ein Manifest, das die Rechte von Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt darstellt und es ist nichts Falsches in diesem Buch zu erkennen. Malala beschreibt darin ihre Kultur als etwas Großes und Ehrwürdiges, die man achten sollte und sie bringt diese dem Leser sehr nahe. Ein Buch, für das man dankbar sein sollte. Malala erklärt in diesem Buch, dass sie sich für alle Frauen Unabhängigkeit wünscht, während ihre Kritiker behaupten, dass sie sich nur gegen die Religion wenden würde. Malala möchte aber deutlich machen, dass dem absolut nicht so ist, vielmehr bedeutet es, so Malala, dass diese Frauen und Mädchen einfach nur zur Arbeit gehen wollen oder in die Schule. Sie betont, es stünde nirgendwo im Koran geschrieben, dass eine Frau von einem Mann abhängig sein soll. Malala wortwörtlich: „Der Himmel hat kein Wort geschickt, dass jede Frau auf einen Mann zu hören hat“. Malala ist heute mit 17 Jahren eine junge Frau, der man nur Achtung und Respekt zollen kann.

13.10.14 00:21, kommentieren